Aktivitätenbericht des Seniorenbeirats Hauzenberg
Bericht Vorstand: Dr. Lutz Erhard
Gespräche und Überlegungen
In unserer Diskussion wurde klar, dass eine barrierefreie Wegführung – zum Beispiel von der Kusserstraße über
die Straßen Am Rathaus, Marktplatz und Marktstraße – nicht einfach zu realisieren ist. Außerdem kam die Frage
auf, welche Rolle die Firma AEH genau spielt – das soll beim nächsten Treffen erläutert werden.
Es wurde auch vorgeschlagen, in Zukunft noch mehr Bewohner des Altenheims einzubinden, damit ihre
Sichtweise in den weiteren Schritten berücksichtigt wird.
Wie geht es weiter?
Eine Ortsbegehung mit Besichtigung ist vorgesehen. Daran sollen teilnehmen:
• die Bürgermeisterin,
• der Seniorenbeirat,
• Peter Scheibenzuber (Stadt Hauzenberg, Verkehrssachbearbeiter),
• Leumir Cikaqi (Bauamt),
• Willi Urmann (Behindertenbeauftragter der Stadt) und
• Willi Wagenpfeil (Behindertenbeauftragter des Landkreises).
Verkehrssituation in der ehemaligen Fußgängerzone
Es gibt keine Bürgersteige, die gesamte Straße wird von Fußgängern und Autoverkehr gemeinsam genutzt.
Das unebene Granitpflaster birgt ein hohes Unfallrisiko für ältere Menschen, Menschen mit
Behinderungen und Eltern mit Kinderwagen.
• Seit Jahren werden Vorschläge zu Verbesserungen aufgeschoben oder mit aus Sicht des SB nicht überzeugenden
Argumenten zurückgestellt.
Vorschläge des Seniorenbeirats:
• Abfräsen der Granitoberflächen oder Einbau von Teerstreifen (wie ehemals in der Kusserstraße).
• Kurzfristige Anlage von durchgehenden Gehwegen durch Ersatz der Granitsteine mit
glatten Granitplatten.
• Prüfung einer Umwidmung zur Spielstraße mit klarer Geschwindigkeitsbegrenzung auf
Schrittgeschwindigkeit.
• Zusätzliche Beschilderung („Schrittgeschwindigkeit“) zur besseren Verständlichkeit.
Die derzeitige Situation ist untragbar. Ein weiteres Hinauszögern („Warten auf künftige Kabelverlegungen“) ist aus
Sicht der Betroffenen nicht akzeptabel. Die Geduld der Bürgerinnen und Bürger hat Grenzen.
Erste Begehung
Bei der ersten gemeinsamen Begehung zu dritt haben wir uns das Pflaster im Bereich des Marktplatzes angesehen.
Gerade dort finden viele Veranstaltungen statt – zum Beispiel derNikolauseinzug, die Markttage oder Bürgerfeste –
weshalb dieser Platz eine besondere Bedeutung hat.
Rückmeldungen von Heimbewohnern
Unterwegs trafen wir zufällig auf mehrere Bewohner des Altenheims, die uns von ihren Erfahrungen mit dem Pflaster
berichteten:
• Mit Gehstock, Rollator oder Rollstuhl sei das Gehen bzw. Fahren sehr anstrengend und
holprig.
• Viele hätten Angst zu stürzen oder hängen zu bleiben.
• Der Platz wird dadurch für einige zu einer Hürde, anstatt ein Ort der Begegnung zu sein.
Pflasterung im Zentrum
Die holprigen Granitsteine in der ehemaligen Fußgängerzone sind schon öfter Thema gewesen.
Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich einen angenehmeren Weg durchs Zentrum.
Vorgeschlagen wurde deshalb ein neuer, glatter Gehwegstreifen in Verlängerung der Kusserstraße.
Dabei ergibt sich eine gute Gelegenheit: Die AEH plant im Jahr 2026 eine neue, größere Wärmeleitung durch das
Zentrum zu verlegen. Dafür muss das bestehende Pflaster ohnehin aufgerissen werden. Bei dieser Baumaßnahme
könnte man gleich einen neuen Belag wie in der Kusserstraße mit einplanen.
Zur Erinnerung: Die ehemalige Fußgängerzone wurde bereits 2010 in einen verkehrsberuhigten
Bereich umgewandelt.
Das heißt: Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt – egal ob Auto,
Rad oder zu Fuß – und es gilt Schrittgeschwindigkeit. An allen Zufahrtsstraßen stehen die entsprechenden
Schilder.
Zusätzlich werden bald Hinweisschilder „Schrittgeschwindigkeit“ angebracht, um die Regel noch
deutlicher zu machen.